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1938 — 19. Mai
Um der Schweizer Luftfahrt neue Impulse zu verleihen und den Rückstand gegenüber dem Ausland aufzuholen, wird die Stiftung «Pro Aero» gegründet, der namhafte Persönlichkeiten angehören. Sie bezweckt, «bei den Behörden und Institutionen und ganz besonders bei der Jugend das Verständnis und die Begeisterung für die Luftfahrt zu wecken.»

1938 — 21. Mai
In der ganzen Schweiz wird während zwei Tagen die Aktion «Pro Aero», eine Sammlung zur Förderung der Luftfahrt, durchgeführt. Die Aktion will die Jugend für die Fliegerei begeistern, den Pilotennachwuchs fördern, den Modellbau, Segelflug und Flugsport unterstützen und das Werk der nationalen Flugpioniere fortsetzen. Am 22. Mai sollten mit Sonderpostflügen eine Luftpostmarke mit Zusatzstempel 13 Schweizerstädte angeflogen werden. Wegen schlechter Witterung gelangen diese Flüge erst am 31. Mai zur Durchführung. Der Erlös aus der Pro Aero-Sondermarke trägt der Stiftung 139'083 Franken ein. Die Pro Aero-Sondermarke wurde zu einer gesuchten Rarität. Zeitweise kostete der ungestempelte Viererblock einen Sammler 22'500 Franken. Die Markenaktion erbringt, zusammen mit Spenden sowie dem Abzeichen- und Cellux-Etikettenverkauf, der Stiftung 632'000 Franken.

1938 — 15. August
In Zürich wird die Genossenschaft in Memoriam Bider, Mittelholzer, Zimmermann, GBMZ gegründet. Das Gründungskapital von 500'000 Franken zeichnen die Stiftung Pro Aero, der Aero Club der Schweiz und Nationalrat Gottlieb Duttweiler. Die GBMZ bezweckt die Förderung des schweizerischen Flugwesens; sie wendet bis 1945 dafür rund 130'000 Franken auf. Ihr erstes Unternehmen ist die Errichtung einer ständigen WErkstatt für den Segelflugzeugbau in Zürich, in der eine Serie Zögling-Schulgleiter und das Leistungssegelflugzeug Moswey II aufgelegt werden.

1939 — 22. Mai
Anlässlich der Landesausstellung in Zürich führt die Stiftung Pro Aero Sonderpostflüge nach allen Kantonshauptorten des Landes durch.

1939 — 30. Juni
In der Schweiz gibt es 150 Segelflugzeuge und 800 Segelflieger. Unterstützt von der Stiftung Pro Aero wird unter dem Motto «Fliegen ist vaterländische Pflicht» die Segelflugausbildung in 57 Segelfluggruppen angeboten.

1939 — 27. Juli
Unter Mitwirkung der Schweizer Stiftung Pro Aero finden in Einsiedeln (SZ) und Bern Lehrer-Ausbildungskurse für den Flugmodellbau statt, um den Fluggedanken der Schuljugend zu vermitteln.

1941 — 30. April
Die Stiftung Pro Aero verfügt nur noch über ein Stiftungskapital von 55'727 Franken, denn sie hatte in den Jahren 1933 bis 1940 grosse Unterstützungsbeiträge geleistet: an den Motorflugsport 92'335, den Segelflug 113'248 sowie für die Förderung der nationalen Luftfahrt im allgemeinen 81'267 Franken. Die Aufwendungen haben dazu beigetragen, den Fluggedanken unter der Jugend und namentlich den Flugmodellbau zu fördern. An die Schulbibliotheken wurde das Buch «Flieg mit» von Walter Ackermann verteilt.